Ramadan-Vorbereitung in Eile: Einkaufsstress in UAE

Stundenlange Schlangen, langsame Verkäufe: Hektik auf den letzten Drücker in UAE-Supermärkten zum Ramadan-Beginn
Unerwartete Ankündigung, sofortige Reaktion
In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist der Beginn des Ramadan jedes Jahr mit der Sichtung des Halbmondes verbunden, was das genaue Anfangsdatum erst in den Abendstunden offiziell macht. In diesem Jahr hatten viele Bewohner erwartet, dass der Fastenmonat einen Tag später beginnen würde, was einige mit der Ankündigung überraschte. Sobald der Beginn des Ramadan bestätigt wurde, strömten die Menschen sofort in die Supermärkte. Die übliche abendliche Ruhe verwandelte sich schnell in Hektik, Parkplätze füllten sich und Einkaufswagen waren innerhalb von Minuten vergriffen.
In Dubai und Sharjah verlangsamte sich der Verkehr um Einkaufszentren sichtbar innerhalb einer Stunde. Familien machten sich gemeinsam auf den Weg, um die notwendigen Zutaten vor dem ersten Iftar und dem Suhoor vor Morgengrauen zu besorgen. Trotz der späten Abendstunden herrschte in den Geschäften tagsüberähnliche Betriebsamkeit.
Verwirrung in den Gängen
Die Gänge der Supermärkte waren sowohl mit Entschlossenheit als auch mit Unsicherheit gefüllt. Einige Käufer kamen mit Einkaufslisten auf ihren Handys, während andere auf ihr Gedächtnis zurückgriffen, um sich daran zu erinnern, was sie in den ersten Tagen benötigten. Die Gesichter zeigten Anzeichen von Eile, doch versuchten viele, ruhig zu bleiben.
Mehrere betonten, dass sie nicht zu viel einkaufen wollten. Viele kauften nur für wenige Tage ein, da sie erst in den Ramadan-Rhythmus kommen und dann für größere Einkäufe zurückkehren wollten. Das Ziel war nicht zu horten, sondern einen reibungslosen Start in die ersten Tage sicherzustellen.
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Einkaufswagen und Körbe zeigten ein recht ähnliches Bild. Reis, Speiseöl, Milch, Brot, Eier, Joghurt und Früchte waren schnell ausverkauft. Datteln waren in fast jedem Wagen zu sehen, da sie traditionell beim Fastenbrechen eine Rolle spielen. Gefriersnacks wie Samosas und Fertiggerichte mit Fleisch waren ebenfalls beliebt, besonders bei denen, die schnelle Lösungen für das erste Suhoor suchten.
In den Bäckereien war das Nachfüllen konstant. Frisches Brot war innerhalb von Minuten ausverkauft, und das Personal sorgte kontinuierlich für Nachschub. Die Nachfrage nach fertig zubereiteten und backfertigen Speisen stieg, da viele Familien den ersten Abend nicht mit langen Essensvorbereitungen verbringen wollten.
Mehr Zeit an der Kasse als in den Gängen
Die eigentliche Herausforderung war nicht das Einkaufen, sondern das Bezahlen. In mehreren Geschäften erstreckten sich die Warteschlangen an den Kassen bis in die Gänge. Wartezeiten von 50–60 Minuten waren keine Seltenheit. Während einige schnell einkauften, verlangsamte sich der Fortschritt an den Kassen erheblich.
Selbstbedienungskassen boten auch keine wirkliche Lösung. Auch dort bildeten sich separate Warteschlangen, bei denen die Kunden häufig das Personal um Hilfe beim Scannen von Produkten baten. Geduld wurde entscheidend. Einige ließen, angesichts der langen Schlangen, ihre Einkaufswagen stehen und entschieden sich, mit dem auszukommen, was sie für den ersten Abend zu Hause hatten.
Mehr als nur Essen geht zur Neige
Ramadan dreht sich nicht nur um das Essen. In der Nähe von Aktionsständen präsentierten Geschäfte Gebetsteppiche, die ebenfalls großes Interesse weckten. Abteilungen, die bescheidene Kleidung wie Abayas, Kopftücher und einfache Gewänder anboten, waren belebter als sonst.
Viele Familien kauften neue Gebetsteppiche oder festliche Kleidung für Kinder. Ramadan ist eine Zeit der spirituellen Erneuerung, und viele wollten dies auch in ihrem äußeren Erscheinungsbild zum Ausdruck bringen. So hatte das Einkaufen nicht nur praktische, sondern auch symbolische Bedeutung.
Staus rund um Städte
Der Verkehr verlangsamte sich deutlich in der Nähe von Einkaufszentren. In Dubais geschäftigen Straßen und den dicht besiedelten Bezirken von Sharjah entwickelten sich Staus. Familien, die gemeinsam unterwegs waren, erhöhten das Fahrzeugaufkommen zusätzlich. Einen Parkplatz zu finden wurde zu einer zeitraubenden Aufgabe an sich.
Dieser Last-Minute-Ansturm zeigte deutlich, wie stark die Tradition der gemeinschaftlichen Vorbereitung bleibt. Der erste Abend des Ramadan hat besondere Bedeutung; daher wollten viele sicherstellen, dass alle notwendigen Zutaten vorhanden waren.
Die schnelle Rückkehr zur Routine
Obwohl der erste Abend hektisch war, neigen solche Andrangssituationen dazu, schnell abzunehmen. In den folgenden Tagen wird in organisierterer Weise eingekauft und die Geschäfte passen sich an die erhöhte Nachfrage an. Die Bewohner kommen auch in den Rhythmus des Fastenmonats: Einkäufe finden hauptsächlich nachmittags statt, während die Zeit vor dem Iftar zu ruhigerer Vorbereitung zurückkehrt.
Der Last-Minute-Einkaufswelle ging mit Spannung und langen Warteschlangen einher, spiegelte jedoch gut die Bedeutung des Ramadan im täglichen Leben in den VAE wider. Bilder aus den Supermärkten – überfüllte Gänge, volle Einkaufswagen, geduldig wartende Familien – zeigten alle, dass diese Zeit für die Gemeinschaft nicht nur ein Kalendereintrag, sondern eine tief erlebte Tradition ist.
Der erste Abend mag chaotisch begonnen haben, doch die Essenz des Ramadan lenkt die Aufmerksamkeit bald auf das, was wirklich wichtig ist: Gemeinsamkeit, Mäßigung und spirituelle Vertiefung.
Quelle: arabnews.com
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