Ramadan 2026: Dubais Schulen passen sich an

Ramadan 2026: Wie sich Dubais Schulen auf den Heiligen Monat einstellen
Während sich Ramadan 2026 nähert - voraussichtlich am 19. Februar beginnend, abhängig von der Mondsichtung - haben Dubais Schulen bereits Wochen im Voraus mit den Vorbereitungen begonnen. Das klare Ziel ist es, das Wohlbefinden der Schüler, Lehrer und Familien während des Fastenmonats zu gewährleisten, während die Qualität und Kontinuität der Bildung aufrechterhalten wird.
Warum wird während des Ramadan ein spezieller Stundenplan benötigt?
Der Monat Ramadan stellt einzigartige spirituelle und körperliche Herausforderungen für diejenigen dar, die das Fasten begehen. Der Verzicht auf Essen und Trinken von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang kann sowohl für Kinder als auch für Erwachsene erschöpfend sein. Deshalb reagieren die Schulen prompt mit verkürzten Schulzeiten, die oft von 7:30 Uhr bis 12:30 Uhr an Wochentagen und bis 11:30 Uhr freitags reichen.
Dieser angepasste Stundenplan ermöglicht es den Schülern, sich richtig zu erholen, während der Unterrichtsstunden konzentriert zu bleiben und sich körperlich und mental auf das abendliche Iftar, das gemeinsame Fastenbrechen am Ende jedes Tages, vorzubereiten.
Elternmeinungen sind ebenfalls wichtig
Die Schulen treffen keine einseitigen Entscheidungen: Fast jede sendet Umfragen an die Eltern, um gemeinsam die besten Planungsoptionen zu finden. Diese Fragebögen helfen auch dabei, Transportbedarfe - wie die Abfahrtszeiten der Schulbusse - mit dem geänderten Stundenplan in Einklang zu bringen.
Diese Offenheit und Flexibilität ermöglichen es Bildungseinrichtungen, wirklich auf die Bedürfnisse der Gemeinschaft zu reagieren, anstatt vorgefertigte Entscheidungen zu treffen.
Bildung hält während des Ramadan nicht an - sie wandelt sich
Obwohl die Unterrichtsstunden kürzer sind, leidet die Bildung nicht darunter. Schulen planen Lehrpläne, Prüfungspläne und Abgabetermine im Voraus, sodass während des Ramadan keine wesentliche Arbeitsbelastung bleibt. Ziel ist es, dass Kinder in einer ruhigen Umgebung mit erhöhtem Verständnis am Lernen teilnehmen, anstatt aus Verpflichtung.
Viele Bildungseinrichtungen passen auch einen Teil ihres Lehrplans an und legen mehr Wert auf Werte wie Mitgefühl, Selbstdisziplin, Geduld und Empathie. Schulen passen sich nicht nur an eine religiöse Phase an, sondern integrieren deren Lehren in die pädagogische Arbeit.
Gemeinschaftsaufbau und spirituelle Entwicklung
Ramadan ist nicht nur eine Zeit des Verzichts, sondern auch der Solidarität. Dubais Schulen verstehen dies gut und organisieren während des Monats zahlreiche Gemeinschaftsveranstaltungen, wie gemeinsame Iftars, bei denen Lehrer, Schüler und manchmal Familienmitglieder gemeinsam das Fasten brechen. Diese Veranstaltungen bieten die Möglichkeit, kulturelle Verbindungen zu vertiefen und die Gemeinschaft zu stärken.
Mehrere Schulen halten spezielle Traditionen aufrecht: Schenkbräuche, geheime Überraschungspartner („Geheimfreund“) oder Veranstaltungen, die lokale Traditionen hervorrufen (wie Hag Al Laila), beleben den Alltag. Diese kleinen Gesten stärken die sozialen Bindungen unter den Schülern und zeigen, dass Ramadan nicht nur religiöse, sondern auch menschliche Werte vermittelt.
Unterstützung für Lehrer, ausgewogene Arbeitsbelastung
Die Schulen achten auch auf die Bedürfnisse des Lehrpersonals. Lehrer werden ermutigt, das Lehrmaterial so anzupassen, dass es in die verkürzten Unterrichtszeiten passt, um übermäßige Hektik oder unnötige Belastungen zu vermeiden. Die Ramadan-Periode dreht sich somit nicht um Eile, sondern um Qualität und zielgerichteten Unterricht.
Schulleitungen halten es für wichtig, dass Lehrer unter ausgewogenen Bedingungen arbeiten, insbesondere wenn sie selbst fasten. Eine unterstützende Schulumgebung ist nicht nur für Schüler, sondern auch für das Personal während dieser Zeit von entscheidender Bedeutung.
Der Monat Ramadan ist kein Nachteil, sondern eine Chance
Dubais Schulen bereiten sich jedes Jahr bewusster auf den Ramadan vor. Der flexible Stundenplan, die Gemeinschaftsveranstaltungen und die vorgeplanten Bildungsprogramme zielen darauf ab, dass jeder - unabhängig von der religiösen Zugehörigkeit - diese Zeit positiv, mit Empathie und Ausgeglichenheit erlebt.
Dieser Ansatz zeigt, dass Ramadan kein Hindernis, sondern eine Chance ist: Eine Gelegenheit für gemeinsames Lernen, Vertiefung menschlicher Werte und Stärkung der Gemeinschaft. Eine gut vorbereitete Schule kann ihren Betrieb so gestalten, dass die Werte des heiligen Monats nicht nur toleriert, sondern organisch in den täglichen Bildungsbetrieb integriert werden.
Das Beispiel Dubai zeigt, wie eine religiöse Zeit ein natürlicher Teil des Schullebens werden kann - nicht durch Opfer, sondern durch kluge und kooperative Planung.
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