Gefährliche Schülertrends: Behörden warnen

Gefährliche „Challenges“ unter Schülern: Dubai-Behörden warnen
Gesundheits- und Bildungsbehörden in Dubai haben kürzlich eine gemeinsame Warnung zu einem besorgniserregenden Problem herausgegeben: gefährliche Verhaltensweisen, die sich unter Schülern ausbreiten und oft als Online-„Challenges“ bezeichnet werden. Eltern erhielten eine Rundmail, die die Gefahren dieser Trends im Detail erläutert, falls ein Kind ihnen zum Opfer fällt. Das Ziel ist klar: Tragödien sollen verhindert werden, bevor sie geschehen.
Was enthielt die Warnung?
Das Dokument, das gemeinsam von der Dubai Health Authority (DHA) und der Knowledge and Human Development Authority (KHDA) herausgegeben wurde, stellt klar, dass diese „Challenges“ keine harmlosen Spiele sind. Verschiedene physische Prüfungen – wie das Einschränken der Atmung, das Drosseln oder die Verringerung der Blutzirkulation zum Gehirn – stellen erhebliche Gesundheitsrisiken dar und können in Sekunden bleibende Schäden oder gar den Tod verursachen.
Warum sind diese Verhaltensweisen gefährlich?
Experten heben hervor, dass jede Handlung, die die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn einschränkt, potenziell fatale Konsequenzen haben kann. Die Folgen können Bewusstlosigkeit, epileptische Anfälle, Hirnschäden, Herzstillstand, innere Verletzungen oder Spuren am Hals, Tod sein.
Behörden betonen: Es gibt keinen „sicheren Weg“, um an diesen sogenannten Challenges teilzunehmen. Sie sind keine lustigen Prüfungen, sondern lebensbedrohliche Verhaltensweisen.
Was zieht Kinder zu diesen Trends an?
Das Schreiben beschäftigt sich auch damit, warum solche Verhaltensweisen auf einige Kinder oder Jugendliche attraktiv wirken könnten. Häufige Gründe sind Gruppenzwang, Neugier auf Online-Trends, Nervenkitzel, der Wunsch nach Popularität, oft getrieben durch soziale Medien.
Pre-Teens und Teenager sind besonders gefährdet, da Experimentieren, Grenzaustestung und ein verstärktes Interesse an der Online-Welt in diesem Alter üblich sind.
Worauf sollten Eltern achten?
Die Behörden fordern Eltern auf, das Verhalten ihrer Kinder und physische Anzeichen zu beobachten, da eine frühe Erkennung Leben retten kann. Spezifische Warnsignale, auf die geachtet werden sollte, umfassen:
Physische Anzeichen:
Rötungen, Verfärbungen oder Blutergüsse um den Hals, häufige Kopfschmerzen, Schwindel oder Ohnmachtsanfälle, gerötete Augen.
Verhaltensanzeichen:
Geheimhaltung um Online-Aktivitäten, Gespräche über „Challenges“ oder seltsame Spiele, plötzliche Stimmungs- oder Verhaltensänderungen, das Tragen von Kleidung, die den Halsbereich bedeckt.
Was können Eltern tun?
Das virtuelle Elternbriefing, das von der DHA organisiert wird, zielt darauf ab, Familien praktische Ratschläge zu geben. Die Empfehlungen beinhalten:
Offene, ruhige Gespräche mit Kindern zu führen.
Klarstellen: Diese Verhaltensweisen sind niemals akzeptabel.
Den Online-Inhalt zu überwachen und mit dem Kind darüber zu sprechen.
Kinder ermutigen, Nein zu sagen, gefährlichen Situationen aus dem Weg zu gehen und Bedenken mit einem vertrauenswürdigen Erwachsenen zu teilen.
Die Rolle der Schulen
Leiter von Schulen in Dubai geben an, dass diese Diskussionen bereits in die Kinderschutzsysteme integriert sind. Institutionen arbeiten eng mit den Eltern zusammen, um Schüler aus mehreren Richtungen zu schützen. Prävention ist am effektivsten, wenn Schulen und Familien als echte Partner agieren.
Langzeitbeziehungen zwischen Lehrern und Schülern werden als besonders wichtige Schutzfaktoren angesehen: In Schulen, in denen derselbe Lehrer Schüler mehrere Jahre begleitet, sind Verhaltensänderungen leichter zu bemerken.
Einbeziehung und Ermächtigung von Schülern
Einer der wichtigsten Präventionselemente ist sicherzustellen, dass Schüler wissen, wann und wie sie Hilfe suchen können. Einige Schulen lassen Schüler an psychischen Gesundheitsprogrammen teilnehmen, sie organisieren Präsentationen und Diskussionen als Schülerbotschafter über bewusste Entscheidungsfindung, mentales Wohlbefinden und Online-Sicherheit. Dies trägt dazu bei, eine Kultur zu kultivieren, in der Vertrauen, Offenheit und Unterstützung natürliche Teile des Schulumfelds sind.
Schaffung psychologischer Sicherheit
Schulverwaltungen betrachten die psychologische Sicherheit auch als prioritär. Durch Klassenleitungsstunden, Schulversammlungen, Beratungsgespräche und gezielte Eingriffe wird kontinuierlich eine positive, akzeptierende Umgebung gefördert, in der Schüler ohne Angst vor Scham oder Vergeltung Bedenken äußern können.
Zusammenfassung
Gefährliche Challenges, die sich über soziale Medien verbreiten, stellen ernste Bedrohungen für Dubais Schüler dar. Das gemeinsame Vorgehen der DHA und KHDA sowie die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Eltern sind entscheidend, um Tragödien zu verhindern. Eltern haben die Verantwortung, aktiv am Leben ihrer Kinder teilzunehmen, die Anzeichen zu beobachten und im Bedarfsfall zu handeln. Prävention beginnt nicht nur in den Schulen, sondern auch innerhalb der eigenen vier Wände – mit Aufmerksamkeit, Vertrauen und ehrlichem Dialog.
(Der Artikel basiert auf einer Warnung der Dubai Health Authority.)
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