Emaar-Gründer: Erfolg, Misserfolge und Lektionen

In Zwölf Tagen Gebaut: Lektionen aus Dubais Emaar
Erfolgsgeschichten faszinieren uns oft, besonders in Maßstäben wie Dubais, wo das Unmögliche erreichbar scheint. Doch hinter der Fassade verbergen sich oft harte Lektionen, Misserfolge und persönliche Kämpfe. Der Emaar-Gründer, der Unternehmer hinter dem ikonischen Burj Khalifa in Dubai, machte dies kürzlich bei seinem öffentlichen Auftritt klarer denn je.
Eine Geschwindigkeit, die eine neue Ära eröffnet
Eine der erstaunlichsten Geschichten, die der Geschäftsmann beim 1 Billion Followers Summit erzählte, handelte von einem Fabrikbesuch in China. Der Emaar-Gründer untersuchte eine Einrichtung, die in der Lage war, ein 15-stöckiges Gebäude in nur 12 Tagen zu errichten. Es war nicht nur das Timing, das atemberaubend war, sondern auch die zugrunde liegende Technologie: vorgefertigte Elemente, Robotik, vollständige Automatisierung – und alles erheblich nachhaltiger als traditionelle Baumethoden.
Der Besuch war kein Zufall. Der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, selbst bekannt für seine zukunftsorientierte Perspektive, hatte den Geschäftsman aus Dubai eingeladen, um chinesische Lösungen zu erkunden. Es ging nicht nur um technologische Inspiration, sondern auch um strategischen Weitblick: Warum bestellen andere Länder nichts bei dieser Fabrik? Und was könnte das für zukünftige Bauprojekte bedeuten – insbesondere in schnell wachsenden Städten wie Dubai oder Abu Dhabi?
Direktheit, Humor und harte Wahrheiten
Die Diskussion drehte sich nicht nur um Technologie. Der Geschäftsmann aus Dubai teilte in einem ehrlichen, oft humorvollen, aber stets treffenden Stil seine Fehler, Ängste und die Misserfolge, die sein Denken geprägt haben.
Einer seiner wichtigsten Ratschläge war: „Nehmen Sie keine Kredite auf.“ Das mag seltsam klingen, besonders in Branchen, in denen Wachstum oft externe Finanzierung erfordert. Doch er erklärte, dass übermäßige Verschuldung ihn beinahe zerstörte: „Schulden haben mich tief verletzt. Wann immer ich konnte, habe ich meine Kredite reduziert, und das hat mich mein ganzes Leben lang gerettet.“
1997 stand er mit seinem Einzelhandelsunternehmen in Singapur kurz vor dem Bankrott. Diese Erfahrung hielt ihn nicht davon ab, sondern stärkte ihn. Er betrachtet diese Momente jetzt als seine größten Lehrer.
Misserfolg ist nicht der Feind
Viele könnten denken, dass Unternehmen wie Emaar – mit dem höchsten Turm der Welt verbunden – nur Erfolge verzeichnen. Doch die Realität sieht anders aus. Der Gründer sprach offen über viele Fehler, darunter einen der schwerwiegendsten: die amerikanische Expansion Mitte der 2000er Jahre, die das Unternehmen über eine Milliarde Dollar kostete. Trotzdem sagt er, es habe sich gelohnt. Nicht geschäftlich, sondern erfahrungsmäßig.
Laut dem Unternehmer ist Erfolg nicht linear, und wer das nicht versteht, wird schließlich scheitern. „Man wird nicht alles richtig machen. Scheitern ist auch Lernen. Die wahre Frage ist, ob man danach wieder aufstehen kann.“
Diese Botschaft kann besonders wichtig für junge Unternehmer oder sogar die neue Generation von Social-Media-Persönlichkeiten sein, die oft unter der Illusion des sofortigen Erfolgs leben. Der 1 Billion Followers Summit richtete sich genau an diese Welt – Influencer, Content-Ersteller, digitale Unternehmer – für die Scheitern oft ein Tabuthema ist.
Innovation gepaart mit Demut
Am Ende der Diskussion bemerkte der Geschäftsmann aus Dubai auch, dass Innovation allein nicht ausreicht. „Innovation benötigt Demut und harte Arbeit.“ In einer sich schnell verändernden Welt werden diejenigen wirklich erfolgreich sein, die den Rhythmus der Technologie verstehen, ihre Fehler erkennen und immer wieder aufstehen.
Sein Beispiel ist nicht nur aus technologischer Sicht beeindruckend, sondern auch aus menschlicher Sicht. Dass ein Geschäftsmann, der ein globales Unternehmen aufbaut, offen über seine Misserfolge spricht, dient sowohl als Warnung als auch als Lektion. Nicht nur für Dubai, sondern für die globale Geschäftsgemeinschaft.
Zusammenfassung: Was können wir aus dieser Geschichte lernen?
Die Worte des Emaar-Gründers gehen über das Niveau klassischer „Motivationsreden“ hinaus. Er präsentierte keine glänzende Erfolgsgeschichte, sondern die Kämpfe dahinter. Hinter den schnell errichteten Türmen, den revolutionären Technologien und den Investitionen in Milliardenhöhe steht ein Mann, der weiß, wie es ist, fast alles zu verlieren – und wieder neu aufzubauen.
Dieses Lernen, diese Demut und das Neuanfangen sind es, was auch Dubai definiert. Eine Stadt, die nie Angst davor hat, Risiken einzugehen, aber immer aus ihnen lernt. Und ein Mann, der diesen Geist zu einem globalen Beispiel gemacht hat.
(Quelle: Bericht des Emaar-Gründers beim 1 Billion Followers Summit. img_alt: Das Logo von Emaar Properties, der berühmten Immobilienfirma in den Vereinigten Arabischen Emiraten.)
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