Abu Dhabi fordert Registrierung für Haustiere

Abu Dhabi: Verpflichtende Registrierung von Haustieren über TAMM App - Ein Wandel zu verantwortungsbewusstem Besitz
Abu Dhabi hat eine neue Vorschrift für Haustierbesitzer eingeführt, die ab dem 3. Februar die Registrierung von Hunden und Katzen über die TAMM-Anwendung vorschreibt. Wer seine Tiere nicht registriert, muss mit Geldstrafen von bis zu 1.000 Dirham rechnen. Die Maßnahme soll Tieraussetzungen eindämmen, die öffentliche Gesundheit verbessern und verantwortungsbewussten Haustierbesitz fördern, wenngleich die öffentlichen Reaktionen gemischt sind.
Bewusste Besitzer begrüßen die Regelung
Viele Menschen begrüßen die Entscheidung, da sie glauben, dass sie die Verantwortung der Haustierbesitzer stärken und zum Wohl der Tiere beitragen wird. Die Registrierung über das TAMM-System ist relativ einfach: Es sind eine Emirates-ID und eine Kopie des Tawtheeq-Mietvertrags erforderlich. Einige Tierkliniken helfen auch bei der Registrierung, um sicherzustellen, dass der Prozess reibungslos verläuft.
Ein solches Maß an Buchführung hilft den Behörden, streunende oder ausgesetzte Tiere besser zu verfolgen und sicherzustellen, dass die medizinische Versorgung der Tiere - Impfungen, Mikrochips, Notfallmaßnahmen - klar dokumentiert ist. Während das Einsetzen von Mikrochips bereits Pflicht war, verknüpft das neue System eindeutig Identifikations- und Kontaktdaten mit dem Tier, was eine umfassendere Verfolgung ermöglicht.
Die andere Seite: Skeptische und uninformierte Einwohner
Es sind jedoch zahlreiche Fragen und Bedenken in der Öffentlichkeit entstanden. Viele haben von der Regelung noch nichts gehört, und andere zweifeln daran, wie die Behörden sie wirksam durchsetzen wollen, um nicht registrierte Tiere zu erkennen. Bei Haustieren, die im Haus gehalten werden, ist es beispielsweise schwer vorstellbar, wie die fehlende Registrierung bemerkt werden sollte, es sei denn, Tierarztbesuche, Berichte aus der Gemeinde oder sogar direkte Inspektionen sind mit dem System verbunden.
Viele befürchten, dass diese Vorschrift nur für pflichtbewusste Einwohner gilt, während andere sie umgehen könnten. Besonders besorgt sind diejenigen, die seit Jahren Hunde oder Katzen halten und Schwierigkeiten haben, sich auf die neue digitale Vorschrift einzustellen. Die Nutzung des TAMM-Systems - insbesondere für ältere oder weniger technikaffine Personen - könnte eine zusätzliche Hürde für die Befolgung sein.
Öffentliche Gesundheit und Sauberkeit
Unter den Unterstützern des Dekrets betonen viele die Verbesserung der Stadtsauberkeit. Ein häufiges Problem unter Hundebesitzern ist, dass viele die Hinterlassenschaften ihrer Tiere bei Spaziergängen nicht aufsammeln, was zu erheblichen Hygieneproblemen führt. Mit der verpflichtenden Registrierung hofft das Stadtmanagement, dass der Haustierbesitz disziplinierter wird, und diejenigen, die die Regeln verletzen, können mit Geldstrafen rechnen.
Jenseits von Überlegungen zur öffentlichen Gesundheit könnte die Vorschrift auch langfristig zu weniger ausgesetzten Tieren auf den Straßen beitragen. Die Verpflichtung zur Registrierung und die damit verbundene finanzielle Verantwortung könnten als Abschreckung für diejenigen wirken, die zuvor ein unerwünschtes Haustier leicht abgeben konnten.
Wie funktioniert das System?
Bei der Registrierung über die TAMM-App müssen Besitzer grundlegende Informationen über das Haustier angeben - wie Art, Name, Alter, Mikrochippnummer - und bestimmte unterstützende Dokumente anhängen. Die Registrierung ist kostenlos, aber die damit verbundenen tierärztlichen Kosten - wie Chippen, Impfungen - können Gebühren verursachen.
Der Vorteil des Systems besteht darin, dass es jederzeit digital zugänglich ist und die Stadtbüros den Status der registrierten Haustiere leicht überprüfen können. Die Informationen helfen dabei, gefährliche oder kranke Tiere zu identifizieren, und die Behörden können bei Bedarf leichter die Besitzer kontaktieren.
Was kann man in den kommenden Monaten erwarten?
Da die Frist am 3. Februar näher rückt, werden die Behörden wahrscheinlich aktiv weitere Informationen bereitstellen, um möglichst vielen Menschen die Erfüllung ihrer Verpflichtungen zu ermöglichen. Der Schlüssel zur Umsetzung der Regelung liegt in der Kommunikation, der Sicherstellung der digitalen Zugänglichkeit und der Zusammenarbeit mit tierärztlichen Diensten. Es ist wichtig, dass die Registrierung nicht nur als Strafmaßnahme erscheint, sondern als Instrument zur Verbesserung der urbanen Lebensqualität, zur Förderung des Wohlbefindens der Tiere und der Verantwortung der Besitzer.
Die kommenden Monate werden zeigen, wie effektiv die Registrierungspflicht die Kultur des Haustierbesitzes in Abu Dhabi verbessert. Es ist sicher, dass dieser Schritt ein Meilenstein in der Tierschutzpolitik der Region sein kann und möglicherweise ein Vorbild für andere Emirate wie Dubai, wo ähnliche Probleme bestehen, werden könnte.
Fazit
Die von Abu Dhabi eingeführte verpflichtende Haustierregistrierung markiert einen wichtigen Schritt hin zu verantwortungsvollem Haustierbesitz, Tierschutz und Stadthygiene. Während viele sie unterstützen, sind andere unsicher oder uninformiert. Der Schlüssel zum Erfolg wird in transparenter Kommunikation, leicht zugänglichen digitalen Diensten und koordinierter praktischer Umsetzung liegen - und natürlich in der Bereitschaft der Haustierbesitzer zur Zusammenarbeit.
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