Zen-Cluster-Parkkonflikt entfacht Frust in Dubai

Parkstreit in Discovery Gardens: Zen-Cluster-Mieter fühlen sich benachteiligt
In der Wohnanlage Discovery Gardens in Dubai ist ein weitverbreitetes Problem wieder aufgetaucht: die Missverständnisse und ungleiche Behandlung rund um die Einführung des kostenpflichtigen Parkens. Das neue System, das am 19. Januar aktiviert wurde, schien auf den ersten Blick eine einheitliche Lösung anzubieten, die allen Bewohnern die Nutzung verfügbarer Parkplätze nach klaren Vorschriften ermöglichen sollte. Doch die Mieter der Studio-Apartments im Zen-Cluster, auch bekannt als die pinkfarbenen Gebäude (Wohngebäude Nummer 1 bis 20), stellten schnell fest, dass ihre Situation nicht in dieses allgemeine Schema passt.
Einführung des Parkonic-Systems und anfängliches Versprechen
Das Parkonic-System, das die Gemeinschaftsparkplätze in Discovery Gardens verwaltet, informierte die Bewohner zuvor darüber, dass alle Wohneinheiten ohne privaten Parkplatz berechtigt wären, eine kostenlose Parkgenehmigung zu erhalten. Nutzer mit zusätzlichen Fahrzeugen könnten ein kostenpflichtiges Abonnement über die App für 945 Dirham pro Monat erwerben. Nach dieser Regel gingen die Mieter der Studio-Apartments – die traditionell auf der Straße parkten – davon aus, dass ihnen mindestens ein kostenloser Straßenparkplatz zusteht.
Zahlreiche Bewohner registrierten sich sofort über die Parkonic-App, luden ihre Ejari-Dokumente hoch, erhielten einen PIN-Code und ihr Status erschien als 'genehmigt', was sie zu dem Schluss führte, dass sie zur kostenlosen Parknutzung berechtigt sind.
Neuer Rundbrief und Beginn der Missverständnisse
Einige Tage später jedoch kam ein neuer Rundbrief an – diesmal speziell an die Zen-Cluster-Bewohner gerichtet – der eindeutig erklärte, dass Mieter von Studio-Apartments nur dann Anspruch auf einen Parkplatz haben, wenn dieser im Keller ihres eigenen Gebäudes liegt, also als Privatparkplatz ausgewiesen ist. Da keine derartigen Kellerparkplätze den Studio-Apartments zugewiesen sind, entfällt für die dort lebenden Mieter effektiv die Option des kostenlosen Parkens. Das bedeutet, dass Zen-Cluster-Bewohner nur zu Besuchertarifen auf der Straße parken dürfen, unabhängig davon, ob sie dort wohnen oder nicht.
Reaktionen der Bewohner: Empörung in der Gemeinschaft
Die Entscheidung hat erhebliche Unzufriedenheit ausgelöst. In einer WhatsApp-Gruppe, in der mehr als 75 Bewohner Gemeindeneuigkeiten teilen, haben mehrere darauf hingewiesen, dass Parkonic nicht genügend Parkplätze in den Kellern bereitstellt und Studio-Mieter dazu zwingt, für einen Service zu zahlen, der andernorts kostenlos ist.
Mehrere Bewohner haben den Punkt angesprochen, dass Bewohner anderer Cluster, wie diejenigen, die in flacheren, nicht pinkfarbenen Gebäuden leben, automatisch die kostenlose Straßenparkerlaubnis erhalten, unabhängig von der Art der Wohnung, die sie bewohnen. Diese ungleiche Behandlung wird von den Zen-Cluster-Bewohnern als unfair und diskriminierend angesehen.
Tiefe des Problems: Mehr als nur Parken
Der Streit dreht sich nicht nur darum, wer wo parken darf. Die Bewohner wiesen auch darauf hin, dass alle Gemeindeeinrichtungen – wie der Pool, Tennisplatz oder das Fitnessstudio – sich in verschiedenen Straßen befinden. Laut der neuen Regelung werden Autos, die außerhalb ihres Gebäudes geparkt sind, automatisch als 'nicht autorisiert' angesehen, was bedeutet, dass selbst ein kurzer Besuch Kosten verursacht. Ein Bewohner erklärte, dass selbst das Stehenbleiben für ein paar Minuten vor einem Geschäft oder einer Apotheke bedeutet, dass sie für das Parken zahlen müssen. Dies verursacht nicht nur Unannehmlichkeiten, sondern kann auch zu erheblichen Ausgaben am Monatsende führen.
Finanzielle und emotionale Belastung der Bewohner
Die meisten Zen-Cluster-Studio-Mieter sind Mittelstandsfamilien, die bereits hohe Mieten zahlen und viele von ihnen seit Jahren in derselben Wohnung leben. Aufgrund früherer Versprechen fühlten sie sich zu Recht berechtigt, mindestens einen Parkplatz zu haben, selbst wenn nicht im Keller. Nun stehen sie vor der Wahl: entweder den Besuchertarif zu zahlen oder anderswo einen Parkplatz zu finden – eine immer schwieriger werdende Aufgabe in Dubai.
Vorgeschlagene Lösungen, Diskussionen und Erwartungen
Mehrere Bewohner haben sich an ihre Vermieter und die Hausverwaltung gewandt, um Klarheit und faire Beurteilung zu erlangen. Ein Immobilienverwaltungsunternehmen bemerkte, dass Verhandlungen mit Parkonic im Gange sind, um eine Kompromisslösung zu finden.
Der gemeinsame Standpunkt der Bewohner ist, dass nun, da das neue System illegales Parken beseitigt und die Parksituation deutlich verbessert hat, es keine Hindernisse geben sollte, warum Zen-Cluster-Studio-Mieter nicht auch die Vorteile des kostenlosen Straßenparkens wie alle anderen genießen sollten.
Zusammenfassung: Frage des Vertrauens und der Gleichheit
Die Gemeinschaft der Discovery Gardens hat immer nach Frieden und Komfort gestrebt. Die Prinzipien des neuen Parksystems sind verständlich: Regelung, Ordnung, Berechtigung. Aber das System funktioniert nur wirklich, wenn alle Bewohner gleich behandelt werden. Die Tatsache, dass einige Zen-Cluster-Bewohner jetzt Nachteile erleiden, ist nicht nur aus praktischen, sondern auch aus emotionalen Gesichtspunkten problematisch.
Die Bewohner fordern keinen Luxus, sondern ein faires Angebot eines grundlegenden täglichen Bedarfs – Parkplätze. Es bleibt zu hoffen, dass die Entscheidungsträger auf diese Stimme hören und die aktuellen Vorschriften so ändern, dass sie tatsächlich die Interessen und Bedürfnisse der gesamten Gemeinschaft widerspiegeln.
(Quelle: Basierend auf Parkonic-Ankündigung.)
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