VAE, Geschäft, Reisen, Lebensstil2025. 03. 27

Nachtshopping im Ramadan in den VAE

Kuriere von Talabat, einem Online-Essenslieferdienst, in Abu Dhabi.

Nachtshopping und Essenslieferung: Einzigartige Ramadan-Traditionen in den VAE

Ramadan ist in den VAE stets eine besondere Zeit, nicht nur aus spiritueller Sicht, sondern auch hinsichtlich der alltäglichen Praktiken. Die nächtlichen Gebete, Familientreffen und geänderten Essenszeiten tragen zur Entstehung einzigartiger Konsumtrends in diesem Monat bei.

Explosives Wachstum beim Frühmorgeneinkauf

Laut aktuellen Daten haben sich die Lebensmitteleinkäufe in den frühen Stunden im März im Vergleich zu den Vormonaten um 70 % erhöht. Während des Ramadan wird die Mahlzeit vor der Morgendämmerung, Suhoor, vor Anbruch des Tages serviert, und viele tätigen Last-Minute-Bestellungen für wichtige Lebensmittel oder fertig zubereitete Mahlzeiten. Daten zeigen, dass beliebte nächtliche Bestellungen McDonald’s The Big Feast Menü und das einfache Paratha vom Punjab Flower Restaurant umfassten.

Auch die abendliche Hauptverkehrszeit änderte sich erheblich: War der Höhepunkt zuvor zwischen 19:00 Uhr und 20:00 Uhr, so verschob er sich während des Ramadan auf zwischen 16:00 Uhr und 17:00 Uhr. Die Zahl der Bestellungen stieg zwischen 17:00 Uhr und 18:00 Uhr, also in den Vor-Iftar-Stunden, um 25 %.

Iftar-Favoriten und Rekordbestellungen

Zum Iftar, wenn das Fasten gebrochen wird, wünschen sich die Menschen oft Fertiggerichte. In Dubai war das 8er-Hähnchenflügel-Menü von Wingstop und in Abu Dhabi das Haleem von Ritaj Restaurant am begehrtesten. Die Essensbestellungen nahmen während Suhoor im März im Vergleich zum Februar um 36 % zu.

Die größte Einzelbestellung von Essen in Dubai lag bei mehr als 2460 Dirham für eine 10-Artikel-Bestellung von Café Bateel. In Abu Dhabi betrug eine Bestellung von Behrouz Biryani 1410 Dirham für 12 Artikel.

Einkaufsgewohnheiten: Was wird am meisten gekauft?

Auch der Online-Lebensmitteleinkauf nahm zu, mit 8 % mehr Menschen, die im März Essen bestellten als im Februar. Die größte Einkaufsbestellung in Dubai betrug 2800 Dirham für 60 Artikel, während es in Abu Dhabi 1400 Dirham für 42 Artikel waren. Beliebte Produkte waren Bananen, Flaschenwasser, Gurken und Blaubeeren.

Der schnellste Lieferrekord in Dubai lag bei nur 1,5 Minuten zum Al Safa Park Complex, und in Abu Dhabi bei 2 Minuten zum Najmat Tower auf Reem Island.

Nicht nur Bestellungen, sondern auch auswärts essen

Die Bewohner der VAE konsumierten nicht nur zu Hause, sondern nutzten auch Ramadan-spezifische Rabatte. So sparte ein Gast über 6000 Dirham bei einer Tischreservierung über 27 000 Dirham auf der JW Marriott Marquis Terrasse. Ein anderer Gast nutzte den Restaurantbuchungsservice 31 Mal, was darauf hindeutet, dass er mehr als einmal täglich auswärts aß.

Zunahme der Geldüberweisungen

Traditionell eine Zeit für Wohltätigkeit und um Familienmitglieder zu unterstützen, stiegen die internationalen Geldüberweisungen um 6 %, wobei die Beträge nach Indien um 10 % zunahmen. Mehrere Kunden erreichten das monatliche Überweisungslimit von 450 000 Dirham, hauptsächlich nach Indien. Überweisungen nach Pakistan verzeichneten den größten Anstieg, wobei ein Kunde 46 verschiedene Überweisungen während des Ramadan tätigte.

Zusammenfassung

Ramadan bringt nicht nur geistige Erneuerung, sondern verändert auch die täglichen Gewohnheiten. Nachtshopping, Frühmorgen- und Abendspitzenzeiten sowie großzügige wohltätige Praktiken heben hervor, wie besonders dieser Monat für die Menschen in den VAE ist.

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