Einschränkungen beim Gebrauchtwagenimport nach Pakistan

Einschränkung bei Gebrauchtwagenimporten für pakistanische Staatsbürger: Was bedeutet das für die in Dubai lebenden?
Das pakistanische Ministerium für Wirtschaftsangelegenheiten hat eine neue Regelung durchgesetzt, die die Möglichkeiten für im Ausland lebende Bürger – darunter über 1,7 Millionen Pakistaner in den Vereinigten Arabischen Emiraten – erheblich verändert, gebrauchte Fahrzeuge nach Hause zu bringen. Laut der Entscheidung ist der Import von Autos unter dem beliebten ‚persönlichen Gepäck‘-Entitlement, einer zuvor weit verbreiteten Option für Expats, insbesondere in Dubai, nicht mehr möglich.
Was genau hat sich geändert?
Das pakistanische Ministerium für Wirtschaftsangelegenheiten hat die Bestimmungen der Import Policy Order 2022 geändert und eine neue Regelung (SRO 61(I)/2006) erlassen, die den Import von Gebrauchtwagen ausschließlich in zwei Kategorien erlaubt: ‚Wohnsitzverlegung‘ und ‚Geschenkregelung‘.
In keinem dieser Fälle ist die Übertragung des Fahrzeugeigentums innerhalb eines Jahres ab Importdatum erlaubt. Das bedeutet im Wesentlichen, dass diejenigen, die auf diese Weise Autos nach Pakistan importieren, das Fahrzeug für ein Jahr weder verkaufen noch an eine andere Partei übertragen können, selbst wenn der Import ursprünglich zu kommerziellen Zwecken erfolgte.
Warum betrifft dies besonders die in Dubai lebenden?
In den Vereinigten Arabischen Emiraten, besonders in Dubai und den nördlichen Emiraten, lebt eine große Anzahl pakistanischer Staatsbürger, die oft die vorherigen Regelungen nutzten, um gut erhaltene Fahrzeuge zu günstigen Preisen zu erwerben und dann für den Verkauf oder den persönlichen Gebrauch nach Pakistan zu transportieren. Die Veränderung zielt jedoch genau darauf ab, diese ‚kommerziellen Re-Exporte‘ zu begrenzen.
Die Regelung schreibt ausdrücklich vor, dass im Rahmen der ‚Wohnsitzverlegung‘ Fahrzeuge nur aus dem Land importiert werden können, in dem die Person rechtmäßig ansässig ist. Dies schließt auch Szenarien aus, in denen jemand mit Ansässigkeit in Dubai versucht, ein Fahrzeug aus einem anderen Land zu kaufen und nach Hause zu transportieren.
Verlängerte Fristen, aber strengere Aufsicht
Ein weiterer interessanter Aspekt der Änderungen ist die Verlängerung der Fahrzeug-Importfrist von 700 Tagen auf 850 Tage. Dies gilt für diejenigen, die diese Option regelmäßig nutzen und zuvor Fahrzeuge unter dem angegebenen Entitlement importiert haben. Sie müssen nun eine längere Zeitspanne warten, bevor ihr nächstes berechtigtes Fahrzeug zur Einfuhr deklariert werden kann.
Darüber hinaus unterliegen alle im Rahmen der neuen Regelung importierten Fahrzeuge denselben Sicherheits- und Umweltstandards wie kommerzielle Importe. Diese Standards, die vom pakistanischen Ministerium für Industrie und Produktion und dem Entwicklungsrat der Ingenieure festgelegt werden, umfassen Emissionsnormen und strengere Fahrzeugzustandsprüfungen.
Was steckt hinter dieser Entscheidung?
Die Entscheidung der pakistanischen Regierung ist nicht ohne Präzedenzfall. Automobilhersteller drängten zuvor die Behörden dazu, die ‚Umgehungssysteme‘ für Gebrauchtwagenimporte abzuschaffen, da sie Preisdruck auf den Verkauf innerhalb des Landes ausübten. Dadurch wurde der Markt für im Land zugelassene Fahrzeuge, insbesondere Modelle im unteren Preissegment, verzerrt.
Neuste Statistiken zeigen jedoch, dass der Autoverkauf in Pakistan im ersten Halbjahr 2025 um 46 Prozent gestiegen ist, mit über 13.200 verkauften Einheiten. Dies weist auf eine starke inländische Nachfrage hin, die die Politiker jetzt unterstützen möchten, anstatt den Markt mit zusätzlichen Gebrauchtwagen zu übersättigen.
Die Situation der aus Dubai zurückkehrenden
Von den mehr als 1,7 Millionen pakistanischen Staatsangehörigen, die in den VAE leben, pflegen viele Verbindungen zu ihrer Heimat, reisen häufig hin und her und nutzten zuvor günstige Möglichkeiten zum Autokauf. Dubai war insbesondere beliebt für Autokäufe: hohe Qualität, relativ niedrige Kosten, günstige klimatische Bedingungen und minimale Kilometerleistung.
Die derzeitige Verschärfung stellt somit nicht nur eine rechtliche Verwaltungskonstellation dar, sondern hat auch spürbare Auswirkungen auf viele Familien und kleine Unternehmen, die nach Alternativen durch dieses Modell suchten.
Wie könnte die Reaktion der Gemeinschaft sein?
Es ist wahrscheinlich, dass einige Betroffene nach anderen Lösungen suchen werden: Zum Beispiel durch Zusammenarbeit mit direkten kommerziellen Importeuren, die strengere Anforderungen erfüllen. Andere könnten sich entscheiden, ihre Fahrzeuge lokal zu behalten und deren Rückversand zu verschieben. Es besteht auch die Möglichkeit, dass sie nach neuen, alternativen Entitlements suchen, die die Restriktionen erneut umgehen könnten.
Zusammenfassung
Die Entscheidung der pakistanischen Regierung, den Import von Autos als persönliches Gepäck für im Ausland lebende Bürger auszuschließen – insbesondere für diejenigen in Dubai – bringt erhebliche Veränderungen mit sich. Ein zuvor loses System wird durch eine strengere, nachvollziehbare und kontrollierte Struktur ersetzt, bei der Fahrzeuge innerhalb eines Jahres nicht verkauft werden dürfen und nur aus dem Anwohnerland importiert werden können.
Gemeinschaften, die diese Möglichkeit zuvor nutzten, müssen nun neue Strategien entwickeln, sei es wirtschaftlich oder logistisch. Das Ziel der Regelung ist klar: Schutz der heimischen Automobilproduktion, Schließung von kommerziellen Schlupflöchern und Schaffung einer sichereren Fahrzeugflotte in Pakistan. Die Frage ist, wie dies gelingen wird, ohne die legitimen Interessen der Millionen von im Ausland Arbeitenden zu verletzen.
(basierend auf einem Kommuniqué des pakistanischen Ministeriums für Wirtschaftsangelegenheiten.)
img_alt: Ein Chevrolet Camaro auf der Stadtstraße.
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