Bedeutende Veränderungen im VAE-Schulsystem ab 2026

Die Vereinheitlichung des Schuljahres, neue Eintrittsalter, kürzere Freitage: Bedeutende Veränderungen in den Schulen der VAE ab 2026
Das Bildungssystem der Vereinigten Arabischen Emirate tritt ab 2026 in eine neue Ära ein, die nicht nur die Schüler, sondern auch Eltern, Lehrer und die gesamte Gesellschaft betreffen wird. Das einheitliche Schulstartdatum, der geänderte Freitagsplan, die modifizierten Aufnahmealtersgrenzen und der neue nationale Lehrplan bringen gemeinsam eine Transformation, die das tägliche Schulleben grundlegend umgestalten wird. Mehr als eine Million Schüler werden am Montag in die Klassenzimmer zurückkehren, aber es ist bereits klar, dass der Unterricht nicht nach dem üblichen Zeitplan ablaufen wird.
Rückkehr zur Schule: Neue Regeln nach einer längeren Winterpause
Die längere Winterpause des neuen einheitlichen Schuljahres ließ bereits die Tiefe der Transformation erahnen. Die Schüler beginnen das zweite Semester am Montag, dem 5. Januar, aber auch der Rest des Schuljahres bringt bedeutende Veränderungen mit sich. Ab dem Schuljahr 2025/26 werden staatliche und private Schulen ihre Ferien gleichzeitig haben, was die Planung für Familien erleichtert.
Die Frühjahrsferien beginnen am 16. März 2026, und der Unterricht wird am 30. März wieder aufgenommen, während staatliche Schulen erst am 13. April wiedereröffnen. Es wird erwartet, dass das Schuljahr nicht vor dem 3. Juli endet.
Freitage: Neue Gebetszeiten, Neuer Zeitplan
Eine der am schnellsten spürbaren Veränderungen betrifft den Freitagsplan, der an die neuen offiziellen Gebetszeiten angepasst wurde. Viele Schulen beendeten den Unterricht bereits gegen 11:30 oder 11:45 Uhr am Freitag, aber jetzt werden einige Institutionen den Tag noch weiter verkürzen. Dies ist jedoch keine einheitliche Lösung: Einige Schulen werden nur den Tag um 10 Minuten vorverlegen, während andere die verlorene Unterrichtszeit auf die anderen Wochentage verteilen werden.
Das Ziel ist überall, dass Schüler und Lehrer rechtzeitig zu den Freitagsgebeten kommen, ohne dass dies auf Kosten der Bildung geht. Einige Schulen haben sogar die Möglichkeit des Online-Unterrichts in Betracht gezogen, aber die Mehrheit entschied sich für die Anwesenheit vor Ort. Neben diesen Änderungen sind auch logistische Herausforderungen aufgetreten: Das gleichzeitige Schulende kann zu erheblichen Verkehrsstaus führen, insbesondere in Gebieten mit mehreren Schulen.
Aufnahmevorschriften: Neue Altersgrenzen vom Kindergarten bis zur ersten Klasse
Das Bildungsministerium hat angekündigt, dass sich die Aufnahmealtersgrenzen ab dem Schuljahr 2026/27 ändern werden. Statt des gewohnten Grenzdatums vom 31. August wird der 31. Dezember nun das neue Referenzdatum für Schulen sein, die das Schuljahr im August-September beginnen.
Das bedeutet:
Vorschule: Kinder müssen bis zum 31. Dezember 3 Jahre alt sein
KG1: Müssen bis zum 31. Dezember 4 Jahre alt sein
KG2: Müssen bis zum 31. Dezember 5 Jahre alt sein
Klasse 1: Müssen bis zum 31. Dezember 6 Jahre alt sein
Schulen, die das Schuljahr im April beginnen, werden weiterhin den 31. März als Frist verwenden.
Diese Änderung betrifft viele Eltern, insbesondere diejenigen, deren Kinder um das Grenzdatum herum geboren wurden. Die Verschiebung der Aufnahmegrade könnte den Schuleintritt um ein ganzes Jahr verzögern, was die Familienplanung und die Entwicklungswege der Kinder erheblich beeinflusst.
Neuer Nationaler Lehrplan: Schwerpunkt auf Charakterentwicklung und nationaler Identität
Das Jahr 2026 wird nicht nur organisatorische und zeitliche Veränderungen bringen, sondern auch eine inhaltliche Transformation im Bildungswesen. Das neue Bundesdekret setzt klare Rahmenbedingungen für die Struktur, Genehmigung und kontinuierliche Überprüfung des nationalen Lehrplans.
Im Mittelpunkt steht die auf der Nationalen Bildungscharta basierende Philosophie, die den Zweck der Bildung definiert: Nationale Identität, soziale Werte und Kompetenzen werden eine prominentere Rolle im Lehrplan spielen. Diese Elemente werden in vorhandene Fächer und Unterrichtsmethoden integriert, wobei der akademische Fortschritt und die Integrität internationaler Programme erhalten bleiben.
Ein wichtiges Ziel ist es, den Schulen nicht wertvollen akademischen Inhalt zu nehmen, sondern nationale Richtlinien klug mit bestehenden Lehrplänen, wie dem britischen oder amerikanischen, zu integrieren. Die praktischen Details—wie die Neuverteilung von Unterrichtsstunden oder neuen Bewertungsmethoden—werden noch entwickelt, aber das Ziel ist es, ein ausgewogenes und stabiles System zu etablieren.
Soziale Anpassung und Praktische Schwierigkeiten
Während die Maßnahmen darauf abzielen, langfristig eine einheitlichere, transparentere und wertbasierte Bildung zu schaffen, sind die kurzfristigen Folgen für viele herausfordernd. Der kürzere Freitagstag beispielsweise schafft logistische Probleme für Eltern, die nun sowohl den morgendlichen als auch den mittäglichen Transport im zunehmend dichtem Verkehr bewältigen müssen. Besonders schwierig ist dies für diejenigen, die weit von der Schule entfernt wohnen oder Kinder in mehreren Institutionen haben.
Aus der Perspektive der Schüler erfordern die neuen Gebetszeiten, möglicherweise enge Übergangsfristen und der geänderte Lehrplan ebenfalls Anpassung. Die meisten Schulen gehen jedoch proaktiv an die Situation heran, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.
Zusammenfassung: An der Schwelle zu einer neuen Ära
Die im Bildungssystem der VAE eingeleiteten Änderungen sind Teil eines tiefgreifenderen Reformprozesses. Die Vereinheitlichung des Schulkalenders, die Änderung der Freitagsunterrichtszeiten, die Veränderung der Aufnahmealtersgrenzen und die Einführung des neuen nationalen Lehrplans zielen alle darauf ab, künftigen Generationen eine einheitlichere, wettbewerbsfähigere und werteschaffende Bildung zu bieten.
Die Änderungen sind nicht ohne Herausforderungen, aber langfristig wird die Entwicklung eines strukturierten und koordinierten Systems angestrebt. In den kommenden Monaten werden kontinuierliche Kommunikation, Flexibilität und Zusammenarbeit zwischen Schulen, Eltern und Schülern entscheidend sein, um sicherzustellen, dass der Übergang tatsächlich eine neue Ära der Qualitätsbildung einläutet.
(Quelle: basierend auf der Einführung des neuen Bildungssystems)
Wenn Sie einen Fehler auf dieser Seite finden, bitte informieren Sie uns per E-Mail.


